Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Laseroperation und des Grauen Stars


Ihr Arzt gibt Ihnen vor der Operation ein Mittel zur Entspannung sowie spezielle betäubende Augentropfen, um Ihre Operation so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Behandlung selbst ist komplett schmerzfrei.

1. Fixierung des Auges
Die Behandlung erfolgt liegend auf einem höhenverstellbaren Patientenbett. Um ungewollte Augenbewegungen zu verhindern und eine präzise Ausrichtung Ihres Auges zum Laserstrahl zu gewährleisten, werden ein steriles Kontaktglas und ein steriler Saugring verwendet. Das Kontaktglas wird am Laser fixiert und der Saugring wird mittig auf das Auge aufgesetzt und mittels leichten Unterdrucks festgehalten, wobei Sie durch den Unterdruck keinen Schmerz verspüren. Eventuell muss der Saugring mehrfach aufgesetzt werden, um eine optimale Zentrierung zu erhalten. Anschließend erfolgt das Zusammenführen von Kontaktglas und Saugring, indem der Arzt das Patientenbett von unten an das Lasersystem bewegt. Nun ist das Auge mit dem Laser fixiert. Es ist trotzdem wichtig, dass Sie während der Behandlung möglichst ruhig liegen bleiben.

2. Vorbereiten der Linse für die Entfernung
Zur Entfernung der getrübten Linse erzeugt der Laser im Inneren des Auges computergesteuerte Laser-Schnitte, die permanent durch das System überwacht werden. Sobald der Laser aktiv ist, ertönt ein Signalton, der den ordnungsgemäßen Verlauf der ansonsten unhörbaren und nicht fühlbaren Behandlung anzeigt. Je nach individuellen Einstellungen dauert die Behandlung zwischen 10 und 50 Sekunden. Mittels Laser wird zuerst der vordere Kapselsack eröffnet und anschließend die getrübte Linse zerkleinert. Nach Abschluss der Laser-Behandlung entfernt der Arzt wieder den Saugring und das Kontaktglas von Ihrem Auge. Anschließend wird mit der für alle Patienten gleichen Operation fortgefahren, um die zerkleinerte getrübte Linse zu entfernen und diese durch eine Kunstlinse zu ersetzen.

Durch den computerberechneten Lasereingriff steigt die Präzision sehr stark an. Zudem wird das Auge durch die sogenannte Optische Kohärenztomografie (OCT) kontinuierlich vermessen und berücksichtigt so anatomische Besonderheiten des jeweiligen Auges. Der Laser erreicht somit eine Genauigkeit, die selbst erfahrene Operateure nur selten erreichen.

Durch den präziseren Kapselschnitt kann die Kunstlinse präziser eingesetzt werden, was zu besseren Sehergebnissen führt.

Durch den Einsatz der Lasertechnologie wird bei Entfernung und Absaugen des alten Linsenkerns sehr viel weniger Energie aufgewendet als bei der traditionellen Behandlung.

Das Absaugen der alten Linse, die sogenannte Phakoemulsifikation, und das hineinschieben der gefallteten Intraokularlinse (IOL) werden weiterhin manuell durchgeführt.

Um die Kosten einer OP zu bestimmen, ist eine Voruntersuchung nötig, um genaue Angaben treffen zu können. Wenden Sie sich hierbei an Ihren Augenarzt oder an eine Klinik Ihres Vertrauens.

Ungeeignet sind grundsätzlich Patienten mit chronischen Hornhauterkrankungen, z.B. Narben, bei denen das Laserlicht nicht ungehindert bis ins Augeninnere eindringen kann. Des Weiteren darf die Pupillenweite nicht krankhaft verkleinert sein, z.B. durch bestimmte Medikamente oder Verklebungen im Augeninnern (Synechien). Wenn bei Ihnen ein Grüner Star (Glaukom) oder auch seltene andere Erkrankungen vorliegen, wird man Ihnen gegebenenfalls zur alternativen manuellen Technik raten.

Der graue Star (Katarakt) ist die Bezeichnung einer Trübung unserer Augenlinsen. Dieser zählt zu den häufigsten altersbedingten Augenerkrankungen und ist dank moderner Technologien durch einen kleinen schmerzfreien Eingriff korrigierbar. Beim grauen Star treffen Lichtstrahlen nicht mehr ausreichend auf die Netzhaut und die Sehschärfe nimmt ab. Ähnlich wie beim Blick durch eine beschlagene Fensterscheibe verringert sich der Kontrastvisus. Gleichzeitig steigt die Lichtempfindlichkeit, was dazu führt, dass das Auge vor allem nachts geblendet werden kann.

Die häufigste Ursache für die Entstehung des Grauen Stars ist ein natürlicher Alterungsprozess der Linse. Der Altersstar beginnt meistens erst nach dem 60. oder 70. Lebensjahr. In seltenen Fällen kann der Alterstar schon ab dem 50. Lebensjahr auftreten. Aber auch Augenverletzungen können einen Grauen Star hervorrufen. Schwere Entzündungen des Augeninneren oder schwere Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Diabetis, könnnen zum Grauen Star führen. Sehr selten kann der Graue Star bereits von Geburt an bestehen. Die häufigste Ursache für die Entstehung des Grauen Stars ist ein natürlicher Alterungsprozess der Linse.

Das Rauchen und eine erhöhte Aussetzung von UV-Strahlen können die Entstehung eines Grauen Stars begünstigen.

Der Graue Star verursacht keine Schmerzen und kann in einem oder in beiden Augen auftreten. Erste Anzeichen sind:

  • Beeinträchtigung der Sicht
  • Zum Lesen ist mehr Licht notwendig
  • Eine neue Brille wird immer öfter notwendig

Die Katarakt-OP gehört zu einer sichersten und erfolgreichsten Eingriffe der heutigen Augenheilkunde.

Die Entscheidung darüber, wann eine Kataraktoperation notwendig ist, hängt davon ab, wie sehr Sie der Graue Star im täglichen Leben einschränkt. So bald Ihr Sehvermögen stark beeinträchtigt wird, z.B. Beim Auto fahren, sollten Sie nicht zögern, die Behandlungsmöglichkeiten mit Ihrem Arzt zu besprechen.

Die Operation am Grauen Star wird meist ambulant durchgeführt. Am Tag der Operation gibt Ihnen Ihr Arzt ein Mittel zur Entspannung sowie spezielle betäubende Augentropfen, um Ihre Operation so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Behandlung selbst dauert nur einen kurzen Augenblick und ist komplett schmerzfrei. Nach der Operation erhalten Sie einen Augenschutz. Nach einem kurzen Aufenthalt im Erholungsraum, können Sie nach Hause gehen.

Ihr Arzt wird Ihnen Augentropfen mitgeben oder verschreiben, die Sie in den nächsten Wochen regelmäßig anwenden sollten. Vermeiden Sie in den ersten Tagen nach der Operation körperliche Anstrengungen, Reiben oder Druck auf das operierte Auge. Sie sollten außerdem eine Sonnenbrille tragen, um Ihr Auge vor hellen Sonnenstrahlen zu schützen.

Sie sollten fast augenblicklich nach der Operation eine Verbesserung Ihres Sehvermögens feststellen können. Manche Patienten haben nach der Operation eine verschwommene Sicht, die jedoch nur wenige Tage anhält.

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